





Israel deckt 0,013% der Erdoberfläche, produziert damit gut 10% der Weltnachrichten. Der erste Grund dafür ist der Nahostkonflikt. Wieso ist das Interesse der Welt für diesen Konflikt so hoch? Ist das der einzige Konflikt auf Erden? Gibt es keine anderen Konflikte, die im Umfang, gemessen an der Zahl der Opfer oder den gewaltigen Aueinandersetzungen, größer sind? Israel ist kein Land wie jedes andere. Es ist der Judenstaat, davon gibt es keinen zweiten. Natürlich schauen die Augen der Weltöffentlichkeit anders auf das Tun dieses Volkes. Dazu ist das Land selbst, durch seine Rolle im Christentum und für den Islam, im Herzen vieler Menschen weltweit. Wenn in diesem kleinen "Versuchslabor" zwei Zivilisationen aufeinanderprallen, im kleinen Rahmen, sind die Konsequenzen oftmals auf der ganzen Welt spürbar. Hier könnte theoretisch der Weltfrieden - oder Weltkrieg - beginnen.
Von Außen erscheint Einigen das Bild recht einfach: zwei Völker bekämfen sich schon länger als 100 Jahre um ein Land. Für Andere wirkt das Geschehen in Israel / Palästina undurchschaubar. Die Realität vor Ort ist, wie immer im Leben, irgendwo dazwischen. "Schwarzweißbilder" sind es so gut wie nie, der Komplexitätsgrad ist sehr hoch. Sich ein eigenes Bild davon machen kann man nur indem man es mit eigenen Augen sieht.
Eine politische
Reise würde einen tiefgehenden historischen, gegenwärtigen
und zukünftigen Blick vermitteln - durch das Studieren der
Grenzsituationen und deren historischen Entwicklung, der
räumlichen Ansprüchen der Israelis und Palästinenser und
des menschlichen Gefüges der verschiedenen Regionen. Viel Wert
sollte dabei auf das Verstehen der alltäglichen Realität in
den verschiedenen israelischen und palästinensischen Gebieten
gelegt werden. Besonders intensiv sollten Begegnungen mit
unterschiedlichen Menschen und Körperschaften der verschiedensten
politischen Richtungen und ethnischen Minderheiten aus Politik,
Gesellschaft, Militär etc. sein sowie mit "ganz normalen
Bürgern". Wichtig ist zu betonen, dass eine politische Reise keine
Meinungen vermitteln darf bzw. darf, sondern ausschließlich als
eine neutrale "Bestandsaufnahme der Lage" die Bildung einer eigenen
Meinung ermöglichen.
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